Laut Verwaltungsvorschrift können Vorbereitungsklassen (VKL) als „...sowohl 'homogene' VKL-Klassen, teilintegrierte und integrierte VKL-Lösungen geführt werden.“
Je nach schulischer Realität sind also unterschiedliche Umsetzungen anzutreffen, die in der Regel von den Schulen individuell mit der Schulaufsicht vereinbart wurden.
Dabei ist zu beachten, dass für die ESS nur solche Schüler als VKL-Schüler betrachtet werden, die am Stichtag einer VKL-Klasse angehören. Das gilt für alle Schüler, die entweder ganz (parallel) oder teilweise (teilintegrativ) in der VKL unterrichtet werden.
In allen übrigen Fällen kann es sich durchaus auch um Schülerinnen oder Schüler handeln, bei denen ein Sprachförderbedarf festgestellt und dieser von der Schule in ASD gemeldet wurde. Diese gelten aber aus ESS-Sicht am Stichtag nicht als VKL-Schüler.
Das bedeutet für die ESS: Eine Vorbereitungsklasse muss mit der am Stichtag aktuellen Schülerzahl gemeldet werden, wenn eine solche zum Stichtag an der Schule real besteht.
Hier die wichtigsten Punkte aus ESS-Sicht noch einmal zusammengefasst:
•Eine Vorbereitungsklasse muss als separate Klasse mit der Klassenart VKL gebildet werden, wenn eine Genehmigung dafür erteilt wurde. Voraussetzung dafür ist weiter, dass am Stichtag eine entsprechende Anzahl Schüler mit festgestelltem Sprachförderbedarf an der Schule vorhanden ist und die entsprechenden Lehrerwochenstunden bereitgestellt wurden.
•Diese Vorbereitungsklasse muss dann mit der Klassenart VKL geführt werden. Alle Schüler, die parallel oder teilintegrativ beschult werden, müssen als Schüler dieser Klasse gemeldet werden (geführt als Klassenverband, eine Klassengruppe pro Jahrgangsstufe).
•Schüler, die komplett in Regelklassen geführt werden und das Schülermerkmal Sprachförderbedarf festgestellt haben, sind keine VKL-Schüler im ESS-Verständnis und werden auch nicht als solche in der ESS gemeldet.
•Eine individuelle Kennzeichnung der Schülerinnen und Schüler mit dem Merkmal Sprachförderbedarf festgestellt zu Zwecken der Schülerverwaltung (nicht ESS) kann in ASV über den Merker SFB festg abgebildet werden:
Dieses Feld kann für die Verwendung in Listen, Filtern und Exportformaten verwendet werden.
Zum Filtern der Einträge steht der Filter zz SFB festg im Schülermodul zur Verfügung.
Als klassenübergreifende Liste kann die Liste zz Schülerliste Sprachförderbedarf festgestellt verwendet werden. Diese gibt den Bedarf sowie eine eventuell eingetragene Erklärung aus.
Durch die Einführung von G9 neu zum Schuljahr 25/26 ergeben sich auch bei der Bildung von VKL-Klassen neue Anforderungen.
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Hinweis: Hier wird wegen der besseren Übersichtlichkeit der Regelfall beschrieben: Umstieg von G8 alt auf G9 neu. Gymnasien, die früher schon parallel G8 und G9 hatten, gehen genauso vor.
Erstens müssen für die Klassenstufen, die bereits in G9 neu geführt werden, auch die entsprechenden Klassengruppen in der VKL im Bildungsgang G9 angelegt werden:
Die Unterscheidung wird für die korrekte Zuordnung der VKL-Schüler zu den beiden Bildungsgängen in der ESS benötigt. Für UPM spielt der Bildungsgang der VKL-Klasse keine Rolle. Zweitens muss bei jedem folgenden Schuljahreswechsel sichergestellt werden, dass die G9 neu-Klassengruppen mit aufwachsen und die nicht mehr benötigten G8-Klassengruppen gelöscht werden.
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Hinweis: Für G9 kann in ASV-BW bisher keine Klassengruppe mit der Jahrgangsstufe 11 erstellt werden. Eine entsprechende Anpassung wurde beauftragt und soll in einem der folgenden ASV-BW-Updates umgesetzt werden.
Empfohlene Umsetzung
Legen Sie eine VKL-Klasse im Planungsschuljahr mit den benötigten Klassengruppen an.
Die Kennungen können Sie dabei frei wählen, wir empfehlen es so zu machen wie im folgenden Screenshot für 2026/27: Durch die Verwendung der führenden Null bei der Bezeichnung der Klassengruppen wird eine korrekte aufsteigende Sortierung erreicht:
Die Klassengruppen 05, 06, 07 haben schon den Bildungsgang G9 neu, die Klassengruppen 08G8 ff. haben noch den Bildungsgang G8 alt.
>Als Zielklassengruppe für das Folgeschuljahr geben Sie jeweils die nächsthöhere Klassengruppe innerhalb der VKL-Klasse an. Diese muss denselben Bildungsgang wie die Ausgangsklassengruppe haben (G9 oder G8). Deshalb ist es notwendig, dass Sie bereits im Planungsschuljahr (aktuell 2026/27) eine leere Klassengruppe 08 mit dem Bildungsgang G9 anlegen als Zielklassengruppe für die aktuelle Klassengruppe 07.
>Verteilen Sie danach die VKL-Schüler auf die für sie passenden Klassengruppen.
>Legen Sie außerdem eine separate Organisationsklasse an, z.B. ABG_VKL (Abgang für VKL-Schüler). Sie hat weder Jahrgangsstufe noch Bildungsgang.
>Diese geben Sie als Zielklasse für die Klassengruppe mit der höchsten Jahrgangsstufe an.
So können Sie dann im folgenden Planungsschuljahr entscheiden, was mit den verbliebenen Schülerinnen und Schülern passieren soll, die noch kein endgültiges Austrittsdatum (aus Schule) bekommen haben.
Nach dem Schuljahreswechsel (Einrichten des folgenden Planungsschuljahres ab Anfang Dezember) kann dann jeweils die nicht mehr benötigte Klassengruppe gelöscht werden, in 2027/28 die Gruppe 08G8.
Für die folgenden Schuljahreswechsel bis zur vollständigen Umstellung auf G9 neu kann dann genauso verfahren werden:
>Anlegen der nächsthöheren Klassengruppe G9 als Zielklasse
>Löschen der nicht mehr benötigten G8-Klassengruppe
Wenn die Voraussetzungen zur Bildung einer Vorbereitungsklasse nicht gegeben sind (etwa weil nicht genügend Schüler mit Sprachförderbedarf zur Bildung einer Vorbereitungsklasse vorhanden sind), dann kann an den Grund-, Haupt- und Werkrealschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien für mindestens vier Kinder und Jugendliche mit nichtdeutscher Herkunftssprache und geringen Deutschkenntnissen zeitlich befristeter zusätzlicher Sprachförderunterricht (Vorbereitungskurs) mit bis zu acht Wochenstunden eingerichtet werden. Die Schüler, die diese Kurse besuchen, gelten aus ESS-Sicht nicht als VKL-Schüler, sondern müssen in der ESS der Tabelle Kurse für ausgewählte Schülergruppen in der Stichwoche gemeldet werden.
Um den Besuch von Sprachförderunterricht in ASV zu erfassen, gehen Sie wie folgt vor:
Gehen Sie zu Datei > Unterricht > Unterrichtsverteilung > Liste Besonderer Unterricht. Dort wählen Sie als Fach VORB-KS und in der Spalte UArt (Unterrichtsart) ausschließlich aS.
Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste in das Feld Schüler gepl. und wählen den Menüpunkt Schüler im Kurs.
In dem folgenden Fenster können Sie die Schüler auswählen und dem Kurs zuweisen.